Die Versorgung mit UMTS ist innerhalb von Gebäuden manchmal unzureichend.
Um die Signalstärke vor allem für HSPA zu verbessern benötigt man eine Antenne.
Der UMTS USB-Stick (Huawei E172, K3715) hat aber keinen Antennenanschluss!
Daher galt es eine Parabolantenne zu entwickeln mit dem UMTS USB-Stick direkt als Strahler.
Achtung: Eine Richtantenne macht natürlich nur Sinn, wenn man diese in die richtige Richtung ausrichtet! Alle anderen Richtungen sind schlechter zu empfangen. Also vorher kundig machen, wo der UMTS-Sendemast des Mobilfunkanbieters steht.
In einem Gebäude mitten in der Stadt mit unendlich vielen Reflexionen macht eine Richtantenne selten Sinn und eine UMTS-Versorgung kann die beste Antenne nicht herbeizaubern!

Parabolantenne für den UMTS USB-Stick. Der Reflektor besteht aus einem Aluminiumblech (Höhe 15cm).
Der UMTS USB-Stick lässt sich einfach im Brennpunkt einstecken.

Gesamte Antenne mit Halterung.
Beim Entwurf muss darauf geachtet werden, dass die Impedanz des Strahlers (hier UMTS USB-Stick) durch den Reflektor nicht beeinflusst wird.

Animation zur Verdeutlichung des Entwurfs der Antenne mit 4NEC2.
Bei jeder zweiten Umdrehung wird das vertikale Strahlungsprofil mit isotropem Antennengewinn angezeigt.

Optimierung der Parabolform.

Gewinn (dBi) in Abhängigkeit des Parameters P.

Impedanz des Strahlers (hier ein Dipol in der Simulation) in Abhängigkeit des Parameters P.

Gewählte Parabolform (P = 7) mit Gleichungen für Brennpunktabstand und Parabel.
Die Einheit für die Gleichung ist Meter. z.B. Y[0,1m] = 7 * 0,12 = 0,07 [m]
Ich wohne auf dem Land und habe vom Fensterbrett aus fast Sichtverbindung zum UMTS-Sendemast, d.h. einige Bäume und eine niedrige Garage versperren die direkte Sicht auf den ca. 2 Km entfernten einzigen Sendemast meines Providers.

So schlecht sieht's ohne Parabolantenne aus. Teilweise geht sogar nur GSM/EDGE.

Mit der Parabolantenne funktioniert es (bei mir zu Hause) ausgezeichnet.